Monarchin auf Zeit

Paula Löber aus Sachsen-Anhalt ist neue Deutsche Weinkönigin

25. September 2026 , 23:05 Uhr

Erstmals seit 1993 stellt das Anbaugebiet Saale-Unstrut wieder die Bundes-Weinkönigin. Im Jubel ihrer Fans nimmt die wichtigste Botschafterin der Branche von ihrer Vorgängerin die Krone entgegen.

Die 78. Deutsche Weinkönigin heißt Paula Löber und kommt aus dem Weinanbaugebiet Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt. Die 29-Jährige setzte sich in einem spannenden Finale in Neustadt/Weinstraße (Pfalz) gegen vier Mitbewerberinnen durch. Als wichtigste Botschafterin der Branche vertritt die Projektmanagerin ein Jahr lang 14.000 Weinbaubetriebe.

Im Konfettiregen und unter dem Jubel ihrer Fangemeinde nahm die neue «First Lady des Rebensafts» die Krone von Vorgängerin Anna Zenz von der Mosel entgegen. «Es ist unbeschreiblich», sagte Löber überglücklich der Deutschen Presse-Agentur. «Ich weiß gerade gar nicht, was in meinem Kopf los ist, aber es ist ganz, ganz, ganz viel Freude. Wahnsinn, was man alles erreichen kann.» Sie wird nun zahlreiche Termine auch im Ausland wahrnehmen.

Weinprinzessinnen aus Rheinhessen und Württemberg

Aus Saale-Unstrut kam die Siegerin zuletzt 1993. Die fünf Kandidatinnen mussten unter anderem Weinsorten bei einer Blindverkostung erkennen und in weinbezogenen Spielen auf der Bühne ihre Schlagfertigkeit unter Beweis stellen. Vor Hunderten Gästen im Saalbau wählten eine Jury und das Publikum anschließend Kathrin Knierim (27, Rheinhessen) und Natalie Schäfter (25, Württemberg) zu Weinprinzessinnen.

Im Kampf um die Krone unterlagen im Finale Anna Cölsch (21, Pfalz) und Lena Roie (32, Rheingau). Die Finalistinnen hatten sich in einem Vorentscheid gegen fünf Kandidatinnen und einen Kandidaten aus anderen Gebieten durchgesetzt.

«Das Jahr war größer als jeder Traum»

Insgesamt gibt es in Deutschland 13 Weinanbaugebiete, das größte ist Rheinhessen. Die Weinkönigin wirbt seit 1949 für die Branche. Bis 1999 galt die Bedingung, dass die Kandidatinnen ledig sein und aus einer Winzerfamilie stammen mussten. Mittlerweile ist der Wettbewerb auch für Männer geöffnet.

Die bisherige Amtsinhaberin Anna Zenz nahm bewegt Abschied. «Das Jahr war größer als jeder Traum», sagte die 25-Jährige.

Quelle: dpa

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