Am Landgericht Hof hat der umfrangreiche Prozess zum „Schmieröl-Skandal“ begonnen. Angeklagt sind acht Männer, darunter der Seniorchef einer Mineralölvertriebsfirma aus Schwarzenbach an der Saale im Kreis Hof.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten bandenmäßigen Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei vor: Zwischen November 2023 und November 2024 sollen rund 90 Millionen Liter unversteuerter Kraftstoff gehandelt worden sein. Der Steuerschaden liegt laut Anklage bei etwa 44 Millionen Euro. Teilweise soll es sich dabei nicht um Diesel, sondern um Schwer- oder Gasöl gehandelt haben. Für das Verfahren sind 60 Verhandlungstage angesetzt, an den ersten drei wird die über 100 Seiten lange Anklage verlesen. Ein Urteil könnte im Oktober fallen.