Die mutmaßliche Reichsbürgergruppe um Prinz Reuß hatte offenbar Kontakt zu anderen Verschwörern. Darauf weist eine Zeugenaussage beim Prozess in Frankfurt hin.
Der Staatsanwalt berichtete von den Ermittlungen und dem Prozess gegen die Gruppe „Vereinte Patrioten“, die u.a. geplant hatte, den damaligen Gesundheitsminister Lauterbach zu entführen. Ihr Rädelsführer soll sich mit zwei Angeklagten aus der Gruppe Reuß auf einem Parkplatz zwischen Nürnberg und Bayreuth getroffen haben. Dabei soll es um einen bewaffneten Sturm auf den Bundestag gegangen sein. Weil der Rädelsführer der „Vereinten Patrioten“ das für nicht machbar hielt, kam keine Zusammenarbeit zustande. Obwohl der Prozess gegen 26 mutmaßliche Verschwörer der Gruppe Reuß längst läuft, gab es erst Anfang August wieder Razzien im Zusammenhang mit dem Reichsbürgerkomplex, auch in Oberfranken.