Sportartikel

Puma: Größter Verlust der Firmengeschichte

26. Februar 2026 , 12:48 Uhr

Für den Sportartikelhersteller Puma war 2025 ein annus horribilis - ein Jahr des Schreckens. Noch nie in der Geschichte gab es größere Verluste. Und auch 2026 wechseln die Zahlen nicht die Farbe.

Der Sportartikelhersteller Puma hat im vergangenen Jahr den größten Verlust seiner fast 80-jährigen Firmengeschichte eingefahren. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag in Höhe von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Angaben von Vorstandschef Arthur Hoeld wird auch das laufende Jahr 2026 noch Verluste bringen, ehe das Unternehmen 2027 zu Wachstum zurückkehren will. 

Nummer drei als Ziel 

Perspektivisch will Puma wieder die Nummer drei der Sportartikel-Welt hinter dem US-Branchenführer Nike und dem fränkischen Lokalrivalen Adidas werden. Derzeit ist die Marke mit der Raubkatze im Logo im Branchenranking abgerutscht und wurde von Marken wie Skechers (USA) oder dem eigenen neuen Großaktionär Anta Sports überholt. 

«2025 war für uns ein Reset-Jahr. Unser Ziel ist es, Puma als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen», betonte Hoeld. 

Hoeld hatte nach der Übernahme des Chefpostens von Arne Freundt im vergangenen Jahr ein striktes Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Das sieht unter anderem den Abbau immenser Produkt-Überkapazitäten vor. Zuletzt hatte das Unternehmen stark damit zu kämpfen, das seine Produkte von Händlern zu Niedrigpreisen verramscht wurden. 

Es sollen allerdings keine produzierten Artikel zerstört werden, sagte er. Die Überbleibsel sollen in eigenen Factory Outlets und über ausgewählte Partner an den Kunden gebracht werden. «Das wird uns bis zum Jahresende beschäftigen», sagte Hoeld. Von bestimmten Vertriebspartnern habe man sich getrennt. 

Keine Dividende 

Die Puma-Aktionäre sollen für das Verlustjahr 2025 keine Dividende erhalten. Die Aktie hatte im vergangenen Jahr stark an Wert verloren. Die Übernahme eines Aktienpakets in Höhe von rund 29 Prozent der französischen Investorenfamilie Pinault durch den chinesischen Sportartikel-Riesen Anta (Jack Wolfskin, Arcterix, Wilson) werde zunächst auch das ohnehin stark rückläufige China-Geschäft belasten, sagte Hoeld. Erst mittel- und langfristig werde die Übernahme Puma auf dem wichtigen chinesischen Markt helfen. 

Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Hoeld hatte im dritten Quartal einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu sollen neben dem Abbau von Lagerbeständen auch unrentable Läden geschlossen und Stellen gestrichen werden.

Quelle: dpa

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