Ohne Ticket unterwegs

Schwarzfahren: Ritter Lean will in Knast - zahlt aber dann

14. Mai 2026 , 15:23 Uhr

Der Berliner Rapper Ritter Lean räumt ein, dass er mehrfach ohne Ticket unterwegs war. Er will eine drastische Konsequenz ziehen, das geht viral. Dann entscheidet er anders.

Der Berliner Rapper Ritter Lean («Dua Lipa») hat nach mehreren Fahrten ohne Ticket ins Gefängnis gehen wollen – sich dann aber doch umentschieden. «Ich gehe in den Knast», kündigte der Musiker und Schauspieler, der eigentlich Adrian Julius Tillmann heißt, in einem Video bei Instagram zunächst an. Nach zahlreichen Kommentaren schrieb er dann aber, er habe seine Strafe gezahlt. Zunächst hatte die «Berliner Morgenpost» darüber berichtet.

Selbstversuch Knast?

«Ich bin in den letzten Jahren ein paar Mal ohne Ticket erwischt worden. (…) Mit ADHS ist es eh so, dass ich Sachen die ganze Zeit vor mir herschiebe», räumte Ritter Lean in dem Video ein. Er könne es sich zwar leisten, das Geld zu zahlen. Aber: «Ich sehe es irgendwo als Selbstversuch, um mal, keine Ahnung, zu checken, ob ich sechs Tage schaffe, nicht am Handy zu sein.» Wer bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) schwarz fährt, muss 60 Euro zahlen – mit BVG-Abo aber ohne Karte in der Tasche kann man das online nachweisen und zahlt nur 7 Euro Gebühr.

Ritter Lean kritisiert Strafe für Schwarzfahren

Der Musiker wollte auch darauf aufmerksam machen, «wie dumm dieses Gesetz ist». «Unter diesem Gesetz leiden immer die, die sich das Ticket nicht leisten konnten, dann die Strafe nicht zahlen konnten, die Mahnung nicht zahlen konnten und sich auch nicht aus dem Gefängnis freikaufen können», sagte Ritter Lean. Er kritisierte Kanzler Friedrich Merz (CDU) scharf dafür, dass er nicht das Deutschland-Ticket für 9 Euro wieder einführe. Darauf gab es Hunderte Kommentare.

«Knast ist kein Joke»

Dann entschied er um: «Ich hab‘ von euch extrem viele Nachrichten bekommen, dass es Quatsch ist, dafür wirklich Knast zu gehen und dass ich meinen Punkt mit dem Reel eh sehr deutlich gemacht habe», schrieb er. Seine Mutter habe sich Sorgen gemacht und er habe Angst bekommen, als er vor dem Gefängnis gestanden habe. «Knast ist kein Joke. Ich habe deshalb gezahlt und bin doch nicht rein. Manchmal nimmt man sich zu viel vor. Viele Menschen haben diese Wahl nicht. Genau darauf wollte ich aufmerksam machen – auch wenn meine Aktion nicht perfekt war.»

Quelle: dpa

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