DGB-Erhebung

Starke Mietsteigerungen in deutschen Großstädten

03. Juli 2026 , 04:30 Uhr

Die Mieterinnen und Mieter in deutschen Großstädten müssen immer tiefer für ihre Wohnung in die Tasche greifen. Die Forderungen, dagegen mehr zu unternehmen, werden lauter.

Die Mieten in den 40 größten deutschen Städten sind in den vergangenen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Demnach stiegen beispielsweise in der größten untersuchten Stadt Berlin die Angebotsmieten von im Mittel 8,93 Euro pro Quadratmeter Anfang 2016 auf 15,80 Euro Anfang 2026 (plus 76,9 Prozent). In der zweitgrößten Metropole Hamburg ging es um 54,2 Prozent auf 16,18 Euro nach oben und in München um 51,6 Prozent auf 23,26 Euro. Prozentual besonders stark stiegen die Mieten etwa in Rostock mit 83 Prozent auf im Mittel 11 Euro oder in Lübeck mit 71,3 Prozent auf 12,52 Euro. 

Anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage, die von diesem Freitag bis Sonntag stattfinden, fordert DGB-Vizechef Stefan Körzell energischere politische Schritte. Nötig seien unter anderem mehr Investitionen in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau und schärfere Regeln gegen Mietwucher.

Insbesondere warf Körzell der schwarz-roten Koalition vor, beim Wohngeld kürzen zu wollen. «Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schwächsten an, anstatt endlich diejenigen stärker in die Verantwortung zu nehmen, die über große Vermögen und Erbschaften verfügen», sagte er der dpa.

Quelle: dpa

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