In Oberfranken wird derzeit ein neues Strahlenschutzzentrum aufgebaut. Wie ein Sprecher des Landesamts für Umwelt auf RadioEINS-Nachfrage mitteilte, soll der 43 Millionen Euro teure Neubau in Kulmbach bis Ende des Jahres fertig werden. Das Zentrum hat in Zukunft mehrere Aufgaben: zum einen soll dort Material untersucht und „freigemessen“ werden. Die Proben stammen aus dem gewerblichen und medizinischen Bereich, v.a. aber vom Rückbau der Kernkraftwerke in Bayern. Auch das Personal, das beim Rückbau im Einsatz ist, soll dort strahlenschutztechnisch überwacht werden. Die zweite wesentliche Aufgabe wird laut Landesamt die „Vorsorge für einen möglichen radiologischen Ereignisfall“, bei dem schnell reagiert werden muss. Ein zweites Zentrum gibt es in Augsburg.