Der Tarifkonflikt rund um die städtischen Bäder in Neustadt bei Coburg verschärft sich weiter. Bei einer Kundgebung gestern (22.1.) warf die Gewerkschaft ver.di dem Arbeitgeber vor, seit Monaten Gespräche über einen möglichen Betriebsübergang zu blockieren.
Nach Angaben der Gewerkschaft laufe die Kommunikation inzwischen ausschließlich über einen Rechtsanwalt. Ziel von ver.di sei es, Arbeitsplätze sowie Lohn- und Arbeitsbedingungen langfristig zu sichern. Man befürchte deutliche Verschlechterungen für die Beschäftigten. Die Stadt hingegen verweist auf die angespannte finanzielle Lage. Hintergrund des Konflikts ist die Überlegung, die städtischen Bäder künftig extern betreiben zu lassen, um Defizite zu reduzieren und den Fortbestand der Einrichtungen zu sichern. Der Kämmerer der Stadt betonte, Ziel sei es, sowohl das Angebot für die Bevölkerung als auch die Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten. Der aktuelle Streik läuft bereits seit Dienstag und soll noch bis einschließlich Sonntag andauern. Die Fronten zwischen Stadt und Gewerkschaft bleiben vorerst verhärtet.
JUE – NR