Neu im Kino

«The Uprising»: Englischer Bauernaufstand auf der Leinwand

09. September 2026 , 15:01 Uhr

Brutal und blutig: In «The Uprising» lehnen sich englische Rebellen im 14. Jahrhundert gegen den König auf. Hauptdarsteller Andrew Garfield schwärmt vom Dreh in Deutschland.

Es dauert nicht lange, bis in dem actionreichen Historienfilm «The Uprising – Für die Freiheit» das erste Blut fließt und es zu brutalen Aufständen kommt. Fest entschlossen zieht es Rebellen nach London, um den König und die Machthaber zur Rede zu stellen. Der neue Film mit Andrew Garfield («The Amazing Spider-Man») handelt vom englischen Bauernaufstand im Jahr 1381 – gedreht wurde dafür aber nicht in England, sondern in Bayern.

Der Film verbindet historische Ereignisse und Figuren mit der fiktionalen Geschichte des Bauern Ploughman, gespielt von Garfield. Der britische Regisseur Paul Greengrass («Das Bourne Ultimatum») nutzt etwa die Kulisse Nürnbergs, um ein Kapitel der europäischen Geschichte aus dem späten 14. Jahrhundert zu erzählen. 

Eine Rebellion gegen den König eskaliert

England leidet noch immer unter den Folgen der Pest, durch die große Teile der Bevölkerung gestorben sind. Zugleich treibt die Krone eine hohe Kopfsteuer ein, die auch Menschen zahlen müssen, die kaum noch etwas haben. Die Wut auf den jungen König Richard II. (Woody Norman) und seine Berater wird größer. Inmitten der Unruhen wehrt sich der einfache Bauer Ploughman gegen die Forderungen der Krone. 

Er schließt sich den Rebellen um Wat Tyler (Cosmo Jarvis) und den Prediger John Ball (Jamie Bell) an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach London, um ihre Forderungen vorzubringen. Angesichts der eskalierenden Gewalt sieht sich Richard II. zu Verhandlungen gezwungen. Doch so viel sei gesagt: Er ist nicht so unbeholfen, wie er zunächst wirkt. Im Gegenteil, er versteht es, mit der Hoffnung der Menschen zu spielen.

Wer «The Uprising» schaut, sollte sich auf viele brutale Kampfszenen einstellen. Greengrass fängt die Anarchie des Aufstands visuell eindrucksvoll ein. Im Kern geht es um die Selbstermächtigung einer unterdrückten Bevölkerung. Der Film stellt die Frage, wie viel eine Rebellion für die eigene Freiheit erreichen kann.

«The Uprising» überzeugt vor allem mit seinen Hauptdarstellern. Dramaturgisch ist der Film allerdings oft überladen und mit seiner Laufzeit von mehr als zwei Stunden etwas zu lang geraten. Auch bleiben die Charaktere insgesamt eher an der Oberfläche.

Hauptdarsteller Garfield schwärmt von Dreh in Deutschland

Den Angaben der Produktion zufolge wurde vollständig in Bayern gedreht, in Nürnberg und zwei anderen Orten in Franken sowie in den Münchner Penzing Studios. Hauptdarsteller Garfield (43) schwärmte in einem Interview mit dem US-Branchenmagazin «Deadline» von den Dreharbeiten. 

«Ehrlich gesagt war es wunderbar, in Deutschland, in Bayern zu drehen. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit mit einem großartigen deutschen Team und einigen Leuten aus Budapest», sagte er. Für ihn sei es gewissermaßen eine Entdeckungsreise gewesen, so wie für seine Figur im Film. Gerade die Dreharbeiten in der Natur hätten ihm gut gefallen.

Quelle: dpa

 

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