Urteile

Tödlicher Messerangriff auf 15-Jährigen - Revision eingelegt

26. März 2026 , 17:19 Uhr

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Jugendlichen wird eine 19-Jährige wegen Totschlags verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage wollen eine Verurteilung wegen Mordes durchsetzen.

Nach der Verurteilung einer 19-Jährigen wegen einer tödlichen Messerattacke auf einen 15 Jahre alten Jungen haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage Revision gegen das Urteil des Landgerichts Ansbachs eingelegt. Das teilte ein Gerichtssprecher mit.

Das Gericht hatte die Deutsche am 9. März wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten am Ende der Hauptverhandlung in ihren Plädoyers eine Verurteilung wegen Mordes gefordert.

Der Junge hatte in der Nähe des Brombachsees südwestlich von Nürnberg nach einer Zigarette gefragt – das kostete ihm offenbar das Leben. Die Frau hatte nach Überzeugung des Gerichts aggressiv reagiert, beide hatten sich gegenseitig beleidigt, später kam es zu Handgreiflichkeiten, ehe die 19-Jährige dem Jungen das Messer in den Hals stach.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

15.04.2026 Baby bei Hitze im Auto gelassen – Vater verurteilt Mitten im Juli lässt ein leicht alkoholisierter Vater sein Baby alleine im Auto zurück - um in einem Möbelgeschäft einen Pool zu kaufen. Erst später realisiert er, wie gefährlich die Situation war. 15.04.2026 Angeklagter gesteht Missbrauch von mehreren Heimkindern Vor mehr als 26 Jahren sollen Heimkinder sexuell missbraucht worden sein, die in einem Kinderdorf in Unterfranken lebten. Der Verdächtige räumt die Vorwürfe ein, will sich aber nicht genau erinnern. 14.04.2026 Kollegin «hingerichtet» - Lebenslange Haft für 22-Jährigen Er plante die Tat, kaufte sich ein Messer und stach zu: Wie ein junger Mann im Büro seine Kollegin tötete und warum Prozessbeteiligte von einer «Hinrichtung» sprechen. 07.04.2026 Urteil zu im Jahr 1999 erschossenen Gastwirt rechtskräftig Ein Gastwirt wird in Würzburg in seinem Lokal erschossen. Ein Gericht verurteilt mehr als zwei Jahrzehnte später ein Vater-Sohn-Duo - und das muss sich nun mit der Entscheidung abfinden.