Krieg in der Ukraine

Trump: Putin beim G20-Gipfel wäre «hilfreich»

24. April 2026 , 16:41 Uhr

Im Dezember soll das Treffen der G20 in Miami stattfinden - aber auch mit Kremlchef Putin? Dazu hat US-Präsident Trump eine klare Meinung.

US-Präsident Donald Trump hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin am G20-Gipfel diesen Dezember in Miami geäußert. «Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich», sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. «Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte.»

In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil. Der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.

Zuvor hatte die «Washington Post» unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet, die US-Regierung plane eine Einladung Russlands. Allerdings sei noch keine Einladung versandt worden.

Trump verwies unterdessen darauf, dass eine Einladung nicht notwendigerweise bedeute, dass Putin auch teilnimmt: «Um ehrlich zu sein, hätte ich meine Zweifel, ob er kommen würde». 

Kreml: Vielleicht fährt Putin, vielleicht auch nicht

In Moskau ließ Kremlsprecher Dmitri Peskow eine Teilnahme Putins offen. «Vielleicht fährt Präsident Putin nach Miami als Vertreter eines G20-Mitglieds, vielleicht fährt er nicht, vielleicht fährt ein anderer Vertreter Russlands», sagte Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Moskau werde auf alle Fälle angemessen bei dem Gipfel vertreten sein, denn es messe der G20 große Bedeutung zu. 

Russland liegt wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine im Konflikt mit den westlich orientierten G20-Mitgliedern. Politisch hat es deshalb zuletzt mehr Energie in das Staatenbündnis Brics mit den befreundeten Staaten Brasilien, Indien, China, Südafrika und anderen gesteckt.

Quelle: dpa

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