Champions League am Abend

Notkonzept: Takt für Münchner U-Bahn bei Bayern-Spiel steht

18. März 2026 , 13:05 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen - und trifft vor allem Fußballfans. Wie viele U-Bahnen werden trotzdem zur Allianz Arena fahren?

Trotz des Warnstreiks im Münchner Nahverkehr sollen rund um das Champions-League-Spiel des FC Bayern U-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt zur Allianz Arena fahren. «Die U-Bahn fährt bis Betriebsschluss im Abschnitt Fürstenried West – Fröttmaning mindestens alle 10 Minuten», teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Trotzdem empfehle man den Fans eine frühe Anreise zur Partie gegen Atalanta Bergamo (21.00 Uhr).

Wer nicht auf die U-Bahn setzen will, kann von 17.30 Uhr an auch einen kostenlosen Bustransfer des FC Bayern von der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke zur Haltestelle Kieferngarten in Stadionnähe nutzen. Fahrzeuge von privaten Busfirmen sollen zusätzliche Fahrten ermöglichen.

Auch bei Bussen und Tram steht nicht alles still

Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hatte um 11.00 Uhr begonnen und zu weitgehendem Stillstand bei Tram und U-Bahnen in München geführt. Die MVG hatte aber betont, dass die U-Bahnen auf der Linie U6 zwischen Innenstadt und der Haltestelle Fröttmaning in Stadionnähe wegen des Fußballspiels Priorität hätten. 

Eine solche Notlösung hat sich schon Mitte Februar bewährt. Damals hatte die Gewerkschaft Verdi vor dem Viertelfinale des DFB-Pokals zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig zum Warnstreik aufgerufen. 

Auch auf der Tramlinie 20 sollen bis 18.00 Uhr weiter Züge im Zehn-Minuten-Takt fahren, danach seien bis 23.00 Uhr alle 20 Minuten Fahrten möglich. Bei den Bussen sieht es für Fahrgäste besser aus: Zwei Drittel aller Fahrzeuge seien unterwegs, teilte die MVG mit. Es gebe eine Grundversorgung auf allen Linien im Münchner Stadtgebiet.

Fahrgäste haben auf einigen Strecken zudem Alternativen im öffentlichen Nahverkehr: Nicht betroffen sind die MVV-Regionalbusse im Umland, Regionalzüge und die Münchner S-Bahn. Am Donnerstag will Verdi dann den ganzen Tag für Stillstand bei Bussen, Tram und U-Bahnen sorgen. Die Probleme im Nahverkehr sollen bis Freitag (4.00 Uhr) anhalten.

Quelle: dpa

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