Kriminalität

Versicherer: Schäden durch Wohnungseinbrüche gestiegen

22. April 2026 , 12:56 Uhr

Rund 100.000 Wohnungseinbrüche zählten die Versicherer im vergangenen Jahr – deutlich mehr als die Polizei. Die Schäden liegen bei Hunderten Millionen Euro.

Wohnungseinbrecher haben im vergangenen Jahr einen Versicherungsschaden von rund 380 Millionen Euro verursacht. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Demnach zählten die Versicherungsunternehmen in Deutschland im Jahr 2025 rund 100.000 Fälle.

Das sind deutlich mehr als die rund 83.000 Wohnungseinbrüche, die in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) für das vergangene Jahr aufgeführt sind. Das liegt dem GDV zufolge daran, dass bei den Versicherern mehr Fälle gemeldet werden als bei der Polizei, etwa, wenn Sachschäden an der betroffenen Wohnung entstanden sind, aber nichts geklaut wurde.

Durchschnittlich rund 3.850 Euro Schaden pro Einbruch

Die durchschnittliche Schadenssumme pro Einbruch lag dem GDV zufolge bei rund 3.850 Euro und damit um 200 Euro über dem Niveau des Vorjahres. Gestohlen würden bei Einbrüchen vor allem Gegenstände, die sich gut weiterverkaufen ließen, etwa Schmuck oder elektronische Geräte wie Handys, Konsolen und Computerzubehör.

Gegen Einbrüche könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher gleichwohl schützen. Der GDV empfiehlt etwa Fenster mit abschließbaren Griffen oder zusätzliche mechanische Verriegelungen an Türen und Fenstern. Mit Zeitschaltuhren könnten zudem Lichter so gesteuert werden, dass auch bei Abwesenheit der Eindruck entsteht, dass jemand zu Hause ist. Laut PKS für das Jahr 2024 scheitern knapp die Hälfte aller Einbruchversuche.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Haftstrafen nach tödlichem Autorennen für zwei 22-Jährige Ein schwerer Unfall auf der Autobahn zwischen Köln und Bonn – eine Mutter und ihre Tochter sterben. Nun wurden die Urteile über die Verursacher gesprochen - strenger als vom Ankläger gefordert. 22.04.2026 Kabinett beschließt Speicherpflicht für IP-Adressen Mit der geplanten Speicherpflicht für IP-Adressen will die Regierung Ermittlungen erleichtern. Kritiker zweifeln, ob das Gesetz vor Gericht Bestand hat. 22.04.2026 Speicherung von IP-Adressen: Jetzt ist der Bundestag gefragt Kindesmissbrauch, Online-Betrug, Terror: Ermittler hoffen auf mehr Aufklärung durch eine neue Speicherpflicht. Dobrindt und Hubig haben lange, aber geräuschlos um das Vorhaben gerungen. 21.04.2026 Hipp verteidigt vorsichtige Kommunikation zu Gift-Gläschen Die Erpresser-Mail kam Ende März. Mitte April wurde die Polizei alarmiert. Der Babykosthersteller äußert sich nur zurückhaltend zu dem Fall. Der Hipp-Chef erklärt, warum.