Im Prozess um versuchten Mord mit einer vergifteten Tiefkühlpizza sind heute (13.11.) vor dem Landgericht Bamberg die Plädoyers gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft fordert 12 Jahre und 9 Monate Haft, ebenso der Anwalt der Ehefrau. Die Anwältin des Sohnes verlangt lebenslang, weil aus ihrer Sicht nicht auszuschließen ist, dass auch der Sohn gezielt getötet werden sollte. Die Verteidigung plädiert wegen Geständnis und fehlender Vorstrafen auf eine Strafe unter zehn Jahren. Im letzten Wort entschuldigte sich der Angeklagte. Zuvor bestätigte ein Gutachten der Rechtsmedizin, dass die Ehefrau ohne Reanimation an dem Gift gestorben wäre – der Sohn hätte den Angaben zufolge überleben können. Der Angeklagte hatte bereits gestanden, versucht zu haben seine Frau zu vergiften. Das Urteil fällt morgen um 9 Uhr.