Die Wälder in Oberfranken werden vielfältiger – trotz Borkenkäfer, Hitze und Trockenheit. Das hat die Bundeswaldinventur ergeben. Die Ergebnisse für die Region wurden von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und Regierungspräsident Florian Luderschmid vorgestellt. So ist der Anteil an Laubbäumen in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen – rund 5.400 Hektar Laubholz kamen dazu. Besonders stark haben die Buchen und Eichen zugenommen. Für den Regierungspräsidenten belegen die Zahlen, dass die Bemühungen, die Wälder in stabilere Mischwälder umzubauen, erfolgreich sind. Aber: Oberfranken hat nach wie vor den zweithöchsten Nadelholzanteil in Bayern. Mit Blick auf den rasanten Klimawandel mahnt die LWF, dass der Waldumbau dringend noch verstärkt werden muss. V.a. in den Landkreisen Kronach, Hof und Kulmbach hat der Klimawandel deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Seit 2018 sind über 10 000 Hektar Fichtenwald abgestorben. Gute Nachrichten gibt es aber auch: auf einem Drittel der Fläche wachsen schon junge Bäume – über die Hälfte davon sind Laubbäume. Alle zehn Jahre wird die Bundeswaldinventur durchgeführt. In Bayern wurden dafür rund 100 000 Bäume vermessen.
Bildunterschrift: v.l.: Dr. Ruth Dirsch, Vizepräsidentin der LWF, Regierungspräsident Florian Luderschmid; Julia Haas (Bereichsleiterin Forsten, AELF Bamberg), Robert Geiser (Bereichsleiter Forsten, AELF Bayreuth-Münchberg), Isabel Fichtner (stv. Forstbetriebsleiterin Pegnitz – Bayerische Staatsforsten) und Jens Härtl (Bereichsleiter Forsten, AELF)