Das während der Corona-Pandemie 2021 eingeführte Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Auslandseinsatz erhält einen neuen Namen. Es soll künftig «Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste um Frieden und Verteidigung» heißen, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit.
Hinter der Namensänderung steht laut Herrmann die sich geänderte außenpolitische Lage infolge der sogenannten Zeitenwende. «Das Ehrenzeichen soll friedensfördernde und friedenssichernde Maßnahmen im In- und Ausland sowie den gesamten Bereich der militärischen und nichtmilitärischen Verteidigung umfassen, darunter insbesondere auch die Leistungen zur Stärkung der Landes- und Bündnisverteidigung», sagte Herrmann.
Bei der Einführung habe der Fokus der Bundeswehr noch stärker auf klassischen Auslandseinsätzen im Zusammenhang mit UN-, Nato- und EU-Missionen gelegen. Nachdem die Bündnis- und Heimatverteidigung infolge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine eine größere Bedeutung erfahren habe, solle das Ehrenzeichen entsprechend weiterentwickelt werden.
Das Ehrenzeichen ist eine zivile Auszeichnung für Soldatinnen und Soldaten, aber auch Polizisten und andere Kräfte, die sich an Auslandseinsätzen beteiligt haben. «Das ist ein weiterer Beitrag Bayerns zur Stärkung und Unterstützung der Bundeswehr und eine vernünftige Fortentwicklung dieses Ehrenzeichens, das ja in den letzten vier Jahren schon häufig verliehen wurde an Soldatinnen und Soldaten, aber auch an Bundespolizisten und andere, die im Auslandseinsatz in ihren Dienst getan haben», sagte Herrmann.
Quelle: dpa