Die Entscheidung des Kronacher Stadtrats, einen Zuschuss von 500 000 Euro für den Neubau eines Pistolenschießstandes zu bewilligen, sorgt weiter für Kritik. SPD-Stadträtin Marina Schmitt bemängelt, dass der Beschluss auf Grundlage eines ausschließlich mündlichen Antrags gefallen sei – ohne schriftliche Unterlagen, belastbare Zahlen oder Vergleichsangebote. Auch die Aussagen zur finanziellen Lage und zur Zukunft des Vereins seien nicht belegt gewesen. Die Förderung bedeute für die Stadt eine erhebliche Belastung: In den kommenden fünf Jahren müssten jeweils 100 000 Euro zusätzlich im Haushalt eingeplant werden. Zudem kritisiert Schmitt, dass andere Vereine in der Vergangenheit keine freiwilligen Zuschüsse erhalten hätten, nun aber eine halbe Million Euro bewilligt worden sei. Wie berichtet bekommt der Kronacher Schützenverein die Förderung für einen neuen Schießstand. Der Stadtrat hatte das in dieser Woche mit knapper Mehrheit beschlossen.