Zuschuss für die Kronacher Schützen: Kritik an Vorgehen

14. Februar 2026 , 08:36 Uhr

Die Entscheidung des Kronacher Stadtrats, einen Zuschuss von 500 000 Euro für den Neubau eines Pistolenschießstandes zu bewilligen, sorgt weiter für Kritik. SPD-Stadträtin Marina Schmitt bemängelt, dass der Beschluss auf Grundlage eines ausschließlich mündlichen Antrags gefallen sei – ohne schriftliche Unterlagen, belastbare Zahlen oder Vergleichsangebote. Auch die Aussagen zur finanziellen Lage und zur Zukunft des Vereins seien nicht belegt gewesen. Die Förderung bedeute für die Stadt eine erhebliche Belastung: In den kommenden fünf Jahren müssten jeweils 100 000 Euro zusätzlich im Haushalt eingeplant werden. Zudem kritisiert Schmitt, dass andere Vereine in der Vergangenheit keine freiwilligen Zuschüsse erhalten hätten, nun aber eine halbe Million Euro bewilligt worden sei. Wie berichtet bekommt der Kronacher Schützenverein die Förderung für einen neuen Schießstand. Der Stadtrat hatte das in dieser Woche mit knapper Mehrheit beschlossen.

Das könnte Dich auch interessieren

25.08.2026 Anklage nach Zugunfall in Bayreuth   Nach einem Zugunfall mit Verletzten in Bayreuth hat die Staatsanwaltschaft Anklage jetzt gegen den Triebwagenführer erhoben. Dem 65-Jährigen wird „vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in fünf Fällen“ vorgeworfen. Der Mann soll am Abend des 11. März auf einem Gleis gefahren sein, für das er keine freie Fahrt hatte. 25.08.2026 Coburger Hausarzt sitzt in U-Haft Ein Hausarzt aus dem Landkreis Coburg sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Das hat die Staatsanwaltschaft Coburg auf RadioEINS-Anfrage bestätigt. Hintergrund ist der Verdacht, dass sich der Arzt gegenüber einer Person übergriffig verhalten haben soll. Zu den konkreten Vorwürfen äußert sich die Staatsanwaltschaft wegen des laufenden Verfahrens bislang nicht. 25.08.2026 Modernste Medizintechnik gegen Krebs in Oberfranken: Siemens Healthineers nutzt KI als Werkzeug Künstliche Intelligenz aus Oberfranken soll künftig noch stärker im Kampf gegen Krebs und andere schwere Krankheiten helfen. Siemens Healthineers in Forchheim setzt KI unter anderem bei der Auswertung von CT- und MRT-Bildern ein. Ein Beispiel: Vor einer Tumorbestrahlung kann die Technik automatisch bis zu 47 Organe erkennen und markieren. Das spart Ärzten Zeit und soll 25.08.2026 Streit um Jugendförderung im Kreis Sonneberg Im Streit um Fördermittel für die Jugendarbeit im Landkreis Sonneberg hat das Thüringer Landesverwaltungsamt Landrat Robert Sesselmann gestoppt. Konkret geht es um 91 500 Euro für die Jugendarbeit des Kreissportbundes. Wie der MDR berichtet,  hatte Sesselmann die Zuständigkeit dafür vom Jugendhilfeausschuss auf den Kreistag übertragen. Nach Auffassung des Landesverwaltungsamtes hat er damit seine Kompetenzen überschritten.