Bahnverkehr

Zwei Züge auf einem Gleis - Unfall verhindert

25. Februar 2026 , 11:53 Uhr

Ein Zug fährt auf ein schon auf besetztes Gleis. Doch es geht glimpflich aus - es kommt nicht zum Unfall. Was bei Weidenbach im Landkreis Mühldorf geschah – und welche Folgen es für Pendler gab.

Auf der Bahnstrecke von München nach Mühldorf ist es am Freitag zu einer gefährlichen Situation gekommen – ein Unfall wurde jedoch verhindert. Wie die Deutsche Bahn auf Anfrage mitteilte, wurde am Morgen gegen 9.00 Uhr im Bereich Weidenbach im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn ein Zug der Südostbayernbahn versehentlich in einen Gleisabschnitt geleitet, der schon von einem anderen Regionalzug besetzt war. Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst darüber berichtet. Hier war die Rede von einem Beinahe-Unfall, der nachfolgende Zug habe noch rechtzeitig bremsen können. 

Züge hintereinander unterwegs 

«Die Züge sind hintereinander hergefahren, es gab somit kein Risiko eines Frontalzusammenstoßes», erläuterte eine Bahnsprecherin. «Es kam zu keinerlei Sach- oder Personenschäden.» Die Folge seien zeitweise Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke zwischen München und Mühldorf bis etwa 12.30 Uhr gewesen. 

Wie es dazu kam, dass ein Zug auf einen schon besetzten Gleisabschnitt geleitet worden konnte, war zunächst unklar. Die Bundespolizei ermittele dazu, sagte die Bahnsprecherin. Die Untersuchungen liefen noch. 

Ermittelt werde wegen Gefährdung des Bahnverkehrs, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Ob es sich um technisches oder menschliches Versagen gehandelt habe, müsse nun untersucht werden. 

Jenseits des Vorfalls werden derzeit zwischen Mühldorf und München die Stellwerke erneuert, es werden elektronische Stellwerke eingerichtet. Perspektivisch soll die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden.

Quelle: dpa

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